Hinweise zum Leistungsverzeichnis

Akkreditierung

Die MVZ Labor im Sommershof GmbH und die Ärztliche Laborgemeinschaft GbR (LG) sind nach der Norm DIN EN ISO 15189:2023 akkreditiert.

Die einzelnen Akkreditierungsurkunden inkl. Anlagen zur Urkunde können telefonisch bei der QM-Abteilung unter Tel. 0221-935556-24 / -44 oder per Mail an qm@lis.koeln angefordert werden.

Externe Qualitätskontrolle

Die internen Qualitätskontrollen werden entsprechend den Vorgaben der RiliBÄK durchgeführt. Die externe Qualitätssicherung erfolgt durch die Teilnahme an Ringversuchen der folgenden Gesellschaften:

Die Ringversuchszertifikate der MVZ und LG können telefonisch bei der QM-Abteilung unter Tel. 0221-935556-24 / -44 oder per Mail an qm@lis.koeln angefordert werden. Die aktuellen Ringversuchszertifikate der LG können online im Mitgliederbereich abgerufen werden.

Analysen im Fremdlabor

Parameter, die in diesem Leistungsverzeichnis nicht aufgelistet sind, werden an qualifizierte Unterauftragnehmer (Fremdlabore) weitergeleitet. Diese Versandparameter werden im Befund mit einem * gekennzeichnet. Das jeweilige Fremdlabor, welches die Analyse durchgeführt hat, kann im Labor
erfragt werden.

Aufbewahrungszeiten der Röhrchen in Arbeitstagen:


Röhrchen Aufbewahrung (Arbeitstage)
Citrat 1 Tag
Citrat – Kinderröhrchen 7 Tage
Dialysat 6 Tage
EDTA 3 Tage
EDTA – Kinderröhrchen 7 Tage
NAF 5 Tage
Serum 10 Tage
Serum – Kinderröhrchen 14 Tage
Urin 4 Tage

PRÄANALYTIK
Allgemein

Grundvoraussetzung für ein aussagekräftiges Laborergebnis ist eine sorgfältige Präanalytik. Diese besteht aus einer korrekten Patientenvorbereitung, Probengewinnung und Versand des Probenmaterials. Wir stellen unseren Einsendern geeignete Entnahme- und Versandmaterialien zur Verfügung und sorgen für einen gesicherten Transport der Proben ins Labor. Zusätzlich bieten wir in regelmäßigen Abständen in Zusammenarbeit mit den Herstellerfirmen der Abnahmematerialien eine Schulung für das Praxispersonal zum Thema Präanalytik an. Weitere Informationen können auch mittels QR-Code (s. Abb.1) abgefragt werden.

QR-Code Präanalytik-Fibel

Abb 1: QR-Code Präanalytik Fa. Greiner

Untersuchungen

Im Leistungsverzeichnis, dem Analysespektrum von A-Z, sind die einzelnen Analysen mit Angaben zu Material, Einheit, Hinweisen, Referenzbereich und Methode aufgeführt. Alle im Leistungsverzeichnis aufgeführten Parameter können über unser Labor angefordert werden. Die mit einem * gekennzeichneten Parameter sind Analysen, die sowohl in der Laborgemeinschaft als auch im MVZ analysiert werden.

Probenidentifikation

Um eine Probe bearbeiten zu können, muss die Patientenidentität zweifelsfrei sichergestellt sein. Nur so kann eine Zuordnung von Patienten, Probe und Auftrag gewährleistet werden. Praxen, die am Order Entry teilnehmen, erstellen online die Aufträge und die generierten Probenetiketten enthalten alle notwendigen Informationen.

Praxen, die mit Auftragsscheinen arbeiten, erhalten Barcodeetiketten, die auf die Proben und Aufträge geklebt werden und so eine Identifikation sicherstellen.

Bei der Beklebung der Proben ist darauf zu achten, dass die Etiketten längsseits des Probengefäßes an-gebracht werden (s. Abb. 2).

Beklebung der Röhrchen

Abb 2: korrekte Etikettierung der am LIS verwendeten Röhrchen

Untersuchungsmaterial

Für aussagekräftige Befunde ist die korrekte Gewinnung des Probenmaterials und die Übergabe an das Labor sehr wichtig. Grundsätzlich ist dabei folgendes zu beachten:

Probentransport

Der Fahrdienst darf nur ordnungsgemäß verpackte Proben befördern. Alle Proben müssen sich in einer Versandtüte befinden. Der Fahrdienst ist berechtigt, mangelhaft verpackte Proben zurückzuweisen.

Untersuchungsmaterial

Serum
Serum wird für die Durchführung klinisch-chemischer und immunologischer Laboranalysen benötigt. Wir stellen entsprechende Röhrchen à 8mL (Vacuette Fa. Greiner, rote Kappe-gelber Ring) zur Verfügung. Die Zentrifugation erfolgt im Labor oder ggfs. vorab in der Praxis.

Vollblut
Für bestimmte Analysen ist die Einsendung von Vollblut, evtl. mit Stabilisator versehen, erforderlich. Hierzu werden folgende Röhrchen (Vacuetten der Fa. Greiner) zur Verfügung gestellt.

In der Regel reicht das Fassvolumen der Röhrchen für die Analysen aus. Eine Unterfüllung , v.a. allem bei Röhrchen mit Additiven, muss vermieden werden.

Für die Blutabnahme wird folgende Reihenfolge empfohlen:

  1. Serumröhrchen
  2. Citrat-Röhrchen
  3. Heparinröhrchen
  4. EDTA-Röhrchen
  5. Glycolyse Inhibitor-Röhrchen
  6. sonstige Additive

Wird kein Serum benötigt oder ein Citrat-Röhrchen für die Gerinnungsdiagnostik als Erstes oder einziges Röhrchen verwendet, sollte zuvor ein 5mL Röhrchen ohne Zusätze gefüllt und verworfen werden (Gewebe-Thromboplastin). Dies gilt auch bei der Verwendung einer Flügelkanüle (Sicherheitsblutentnahmeset) um eine Unterfüllung des Citratröhrchens zu vermeiden.

Urin
Für klinisch-chemische Laboranalysen wird im Allgemeinen 24-Stunden-Sammelurin benötigt. Die Sammlung sollte nach dem ersten Morgenurin beginnen und am nächsten Tag nach Sammlung des ersten Morgenurins beendet werden. Abhängig von der Untersuchung werden für die Sammlung Fla-schen mit oder ohne Zusätze sowie ein Versandröhrchen (Vacuette Urin ohne Zusatz, 10mL, gelbe Kap-pe-gelber Ring) benötigt. Für den Versand muss der Urin gut durchmischt werden, bevor der Transfer in das Versandöhrchen erfolgt.

Für bakteriologische Analysen werden 10ml Urin (Vacuette Urin) benötigt.

Stuhl
Für Stuhlanalysen sollten die Transportröhrchen mindestens halbvoll bis 2/3- gefüllt sein. Für den Test auf okkultes Blut im Stuhl stehen spezielle iFOBT-Röhrchen zur Verfügung.

Messunsicherheit und Restrisiko

Trotz umfangreichen und etablierten Qualitäts- und Risikomanagement-Maßnahmen sowie einer stetigen Evaluation unterliegen Messergebnisse verschiedenen Faktoren, welche zu Schwankungen führen können.

Das Labor legt größten Wert auf die Kompetenz der Mitarbeiter und die Qualität der Diagnostik. Durch ein etabliertes Risikomanagement sollen alle Risiken in Hinblick auf kritische Aspekte der Postanalytik, Analytik und Postanalytik minimiert und frühzeitig erkannt werden, um präventive Maßnahmen einleiten zu können.

Soweit bekannt und möglich, werden bestimmte Größen (Bsp. Geschlecht, Alter, Schwangerschaft, Rau-er) der Einfluss auf Laborwerte haben im Befund berücksichtigt. Das Labor hat keinen Einfluss auf Störfaktoren (Bsp. Hämolyse, Gerinnsel) die Messwerte beeinflussen, die im Rahmen der Präanalytik auftreten.

Für einen zuverlässigen Befund sollten möglichst alle Störfaktoren bekannt gemacht werden. Ein geringes Restrisiko, das die analytischen Messwerte unter Umständen beeinflussen kann, kann leider nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Für den Fall, dass Laborergebnisse nicht plausibel sein sollten oder Sie aktuelle Angaben zur Messunsicherheit benötigen, bitten wir Sie um telefonische Kontaktaufnahme unter: Tel.-Nr.: 0221-935556-0